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Induktionsschleifen     
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Induktionsschleifen

sind die am häufigsten eingesetzten Geräte zur Erkennung und Detektion von Fahrzeugen. Da uns immer wieder Anfragen zur Funktionsweise und zum Aufbau von Induktionsschleifen erreichen, wollen wir hier die wichtigsten Fragen dazu beantworten. Nachfolgend eine Erläuterung der grundsätzlichen Funktionsweise:

Eine Induktionsschleife besteht aus mehreren Drahtwindungen, die in einem schmalen Schlitz im jeweiligen Untergrund (Asphalt, Beton) verlegt wurden. Wird diese „Spule“ nun von Strom durchflossen, wird ein magnetisches Wechselfeld induziert. Bewegt sich ein Fahrzeug (=Metallmasse) über dieses

Induktionsschleifen sind die am häufigsten eingesetzten Geräte zur Erkennung und Detektion von Fahrzeugen.

Wechselfeld, werden die Feldlinien dieses Wechselfeldes verändert, die Induktivität der „Spule“ verringert sich und das angeschlossene Auswertgerät (=Schleifendetektor) erkennt diese Veränderung. Der Detektor kann dadurch ein Relais schalten, dass die Schranke öffnet oder als Sicherheitsvorrichtung die Schließung verhindert. Es ist auch möglich nach dem Verlassen der Schleife die sofortige Schließung der Schranke einzuleiten.

Detektoren

Schleifendetektoren bieten, je nach Ausführung, die Möglichkeit verschiedene Parameter einzustellen, dazu zählen z.B. die Empfindlichkeit, Arbeitsfrequenz, Relaishaltezeit usw.
Die Geräte existieren in verschiedenen Bauformen und mit unterschiedlichen Versorgungsspannungen.

Detektor FAAC FG1

 

Geometrie

Die gebräuchlichste Standardform bei Induktionsschleifen ist das Rechteck. Hierbei ergibt sich eine hohe Ausgewogenheit zwischen Empfindlichkeit und Störungsresistenz.

Bei der Erstellung einer rechteckigen Schleife ist zu beachten, dass die Schleifenbreite etwas unter der Fahrzeugbreite liegt, so wird die höchste Detektionssicherheit erreicht.
Für Sonderlösungen (z.B.Fahrräder, Schienenfahrzeuge, Richtungserkennung u.m.) kommen auch andere Schleifenformen zur Anwendung.

Erstellung

Bilder von der Herstellung einer Induktionsschleife finden Sie hier  (pdf 873 Kb)

Metall im Schleifenbereich

Besondere Aufmerksamkeit ist bei der Planung von Induktionsschleifen auf das Vorhandensein von Metallelementen im Schleifenbereich zu legen. Bei Kanaldeckeln oder Abflussschächten ist ein Mindestabstand von 0,6m einzuhalten.

Bei Betonfahrbahnen ist besondere Vorsicht angebracht, da diese oft mit Stahlbewehrungen ausgerüstet sind, welche die Grundbedämpfung der Schleife erhöhen und damit die Empfindlichkeit bis zur Nichterkennung von Fahrzeugen herabsetzen. Bei Bodenheizungen ist der Einsatz von Induktionsschleifen nicht möglich, hier muss ein seitlicher Mindestabstand von 1,2m eingehalten werden.

Verwendete Materialien

Für die Erstellung von Induktionsschleifen verwenden wir je nach Anwendung unterschiedliches Drahtmaterial. Im Normalfall kommt ein Kaltvergussverfahren zum Einsatz, das keine besonderen thermischen Anforderungen an den Schleifendraht stellt.

Hier kann z.B. handelsüblicher, isolierter Draht mit Mindestquerschnitt von 1,5mm verwendet werden.

Ist eine höhere mechanische Beständigkeit gefordert, insbesondere gegen Kraftstoff oder Streusalze, verwenden wir spezielles Drahtmaterial mit einer Umhüllung aus Teflon.

Beim Heißvergussverfahren (nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch) verwenden wir grundsätzlich dieses Material, da hier eine Temperaturbeständigkeit bis zu 260° gegeben ist .

Silikonlitzen als Schleifendraht sind ebenfalls möglich, allerdings ist hier die geringe mechanische Widerstandsfähigkeit sowie eine erhöhte Wasseraufnahme des Hüllmaterials zu beachten.

Als Vergussmasse hat sich ein speziell angefertigtes 2-Komponenten Vergussharz bewährt, welches mit Bitumenanteilen angereichert ist.

Dieses zähflüssige Harz ist temperaturstabil und dauerelastisch. Es verbindet sich optimal mit der umgebenden Bodenschicht und versiegelt den Schleifendraht dauerhaft.

Im Gegensatz zu Silikonen, die in die Fuge eingebracht werden und den Schleifendraht nur von oben bedecken, umschließt dieses Vergussharz den Schleifendraht komplett und schützt ihn vor eindringenden Flüssigkeiten.

Sonstiges

Nach Verlegen des Schleifendrahtes werden noch einige Messungen durchgeführt, um die einwandfreie Funktion der Induktionsschleife zu gewährleisten:

Vor Einbringen der Vergussmasse wird der Schleifenwiderstand gemessen, dieser sollte <1,5Ohm sein.
Anschließend erfolgt die Messung der Schleifeninduktivität, hier ist ein Wert von 100 – 400µH einzuhalten.
Sind diese Messungen einwandfrei, wird die Vergussmasse eingebracht und nachdem diese ausgehärtet ist, kann der Isolationswiderstand geprüft werden, dieser sollte bei der neu installierten Schleife > 1GOhm sein (Messspannung 500-1000V).

Sind alle diese Parameter in Ordnung, ist die Schleife optimal installiert und betriebsbereit.

Messgerät für Schleifenwiderstand und Induktivität

 

 
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